M-Politics in the Making
SMS and E-Mail in the 2002 Hungarian Election Campaign
Januar 2003
- [Abstract]
In der Untersuchung “M-Politics in the Making” untersuchen die Autoren die Veränderung der politischen Kommunikation durch die Verfügbarkeit von SMS und E-Mail exemplarisch am Beispiel des ungarischen Wahlkampfes 2002.
In this paper we will analyze the changes in political communication, caused by the mass use of new media, focusing on the 2002 Hungarian parliamentary election campaign. We will put emphasize the use of interactive communication methods – namely e-mail and SMS.
Die Autoren konzentrieren sich insbesondere auf die Unterscheidung von “Bereitstellung von Inhalten” (Content Provision) und “Interaktiver Kommunikation” (interactive communication).
Unter anderem betrachten die Autoren die Rolle von Partei-Webseiten als Mittel der zentralen one-to-many-Kommunikation und im Gegensatz zu dezentraler Kommunikation via SMS und E-Mail. Hier heben sie z.B. den Vorteil von SMS gegenüber E-Mail hervor:
Although SMS is a form of interpersonal communication, the campaign messages in the Hungarian campaign could rather be seen as personally forwarded leaflets. Since they were usually distributed by friends, this was less of a ‘nuisance’ than flyer distribution or political advertisements in the mailbox.
Nach einer Typisierung von SMS im allgemeinen beschreiben die Autoren die Nutzung von SMS im politischen Kontext:
Out of these SMS-types, it was the action SMS that received most attention during the election campaign. Action or campaign SMS and e-mail can be subdivided into three further categories, which should be dealt with separately:
- call for common political action and mobilization for political events;
- propaganda- and PR-messages (several kinds of these appeared in the campaign);
- political humor, including online jokes.
An verschiedenen konkreten Beispielen führen die Autoren diese Unterscheidung der Einsatzmöglichkeiten aus, so vor allem die SMS zur Mobilisierung für politische Zwecke. Auch beschreiben sie virale politische SMS bis hin zu politischen Witz-SMS.
Fazit
Die Autoren zeigen anhand ihrer Beispiele sehr anschaulich auf, wie sich SMS als Fortsetzung tendenziöser Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda einsetzen lassen. In der Betrachtung wird noch sehr wenig zwischen E-Mail und SMS unterschieden, beide Mittel werden für den Bereich der dezentralen Kommunikation gleichermaßen berücksichtigt.
Interessant ist die klare Trennung von zentraler Kommunikation, die sich im betrachteten Zeitraum vor allem von Partei-Seiten an den Wähler richtete, während die SMS eher below the line und individuell verbreitet wurde. Der Text von Sükösd und Dányi bleibt aber die Evaluation der tatsächlichen Wirkung schuldig. Trotzdem ein sehr anschauliches Bild, wie die Erwartung an mobile Kommunikation im Jahr 2002 aussah.

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